|
Mehr als 30 katholische Firmbegleiter der Seelsorgeeinheiten helfen in einer Zeit kritischer Auseinandersetzungen. Rund 300 katholische Jugendliche aus Rheinfelden erhielten in diesen Tagen eine Einladung zum Firmkurs. Am 2. und 3. Juli finden die feierlichen Firmgottesdienste statt. Zum Firmkurs wurden die Jahrgnge 1995 und 1996 gebeten, doch auch ältere, die noch nicht gefirmt wurden, können daran teilnehmen. Die Seelsorgeeinheiten Dinkelberg und Rheinfelden bieten vier Vorbereitungswege an, die Seelsorgeeinheit Herten-Degerfelden ermöglicht einen Jugendalphakurs. Ältere Firmlinge (Erwachsene) beanspruchen eine gesonderte Vorbereitung: Insgesamt sind mehr als 30 Firmbegleiter für die Seelsorgeeinheiten im Einsatz. Mit der Firmung werden die Jugendlichen ganz in der Kirche aufgenommen, gehören mit allen Rechten und Pflichten dazu. Doch wie in der Einladung zu diesem Ereignis zu lesen ist: Wie die Fahrschule fürs Auto und das Training fürs Fußballspielen gibt es für die Firmung einen Vorbereitungskurs. Die Seelsorgeeinheiten bieten mehrere Vorbereitungswege an, da die Heranwachsenden sehr unterschiedlich sind. Es gibt noch den traditionellen, bisherigen Weg mit wöchentlicher Gruppenstunde und Verarbeitung der religiösen Themen. Vikar Siegfried Huber und Pastoralreferent Matthias Wößner geben den Firmbegleitern theologische und methodische Hilfen, damit die Gruppenstunden gut gemacht werden können. Unter dem Motto "Wir sind dann mal weg" wird das Bewusstsein für geistige Fragen durch Bewegung gefördert. Ein Teil des Westweges im Schwarzwald wird während der Pfingstferien erwandert und dabei geht es um Glaube, Gott und die Welt. Die Wanderung bietet einen intensiven Kontakt mit viel Zeit zu Gesprächen. Eine weitere Gruppe wird nach Taizé reisen, dem kleinen Ort in Frankreich, an dem an Pfingsten noch weitere 6000 bis 7000 Jugendliche sein werden. Diese Erfahrung zeigt: Glaube und Kirche sind nicht eine verstaubte Sache von ein paar alten Leuten, hier sind andere, junge Menschen mit den gleichen Anliegen. Es wird vermittelt: Ja, Kirche ist auch jung. "Cinefirm" ist eine Firmvorbereitung über Kino und Kurzfilm und wurde ausgewählt, weil viele junge Menschen mit diesem Medium vertraut sind. Über die bewegten Bilder werden Themen aufgegriffen und bearbeitet. Auch beim Jugendalphakurs in Herten wird mit Input und Gespräch gearbeitet, zuvor gibt es aber eine gemeinsame Mahlzeit. Von diesen Vorbereitungswegen kann jeder Jugendliche den wählen, der am besten passt und Lust macht. Hinzu kommen Stunden in italienischer Sprache und die Stunden für die Erwachsenen, die abends angeboten werden. Die Seelsorgeeinheiten gewannen viele Christen aus den Gemeinden zur Firmvorbereitung. Manchmal werden Firmhelfer mit vielen Fragen der Jugendlichen gelöchert, es ist eine Zeit intensiver und kritischer Auseinandersetzung. Bei den Firmbegleitern können die Zweifel der Heranwachsenden schlaflose Nächte mit sich bringen. Wössner sagt dazu, dass das Einbahnstraßensystem aufgehoben sei, ein positiver Nebeneffekt sei das eigene Überdenken des Standpunktes und es gäbe viele Erlebnisse, die niemand mehr wegnehmen könne. Die Firmung ist ein Festtag für die Familien und die Taufpaten, deren Amt damit endet. Zum Start des Firmkurses findet am Sonntag, 20. Februar, 18 Uhr, in der Josefskirche ein Jugendgottesdienst statt. Kontakt: Vikar Siegfried Huber, 72 4924, E-Mail: siegfriedhuber1@gmx.de, Pastoralreferent Matthias Wössner, 1253, E-Mail: mwoessner@gmx.de).
|