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Die Seelsorgeeinheit Dinkelberg feierte am Wochenende in Karsau den "Peru-Sonntag". Der Perukreis der Seelsorgeeinheit, hierzu gehören die Pfarrei St. Michael Karsau, St. Peter und Paul Minseln/Nordschwaben und St. Gallus Eichsel/ Adelhausen, unterhält seit 2002 eine Partnerschaft mit der Andengemeinde San Ignacio in Junin. So besuchen jeweils Delegationen vom Dinkelberg und aus Junin abwechselnd die Partnergemeinde weil das persönliche Kennenlernen eine Voraussetzung für Vertrauen und Miteinander ist. Die Pfarrei San Ignacio in Junin liegt nordöstlich, etwa 250 Kilometer von Lima entfernt; zum größten Teil auf einer Hochebene der Anden bis zu 4300 Meter hoch. Obwohl auch so hoch gelegen, haben die Menschen dort keine Heizung in ihren Unterkünften. Obwohl es in Junin ein öffentliches Krankenhaus gibt, ist die medizinische Versorgung sehr begrenzt und nicht ausreichend. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Peru um Jahrzehnte unter westeuropäischem Durchschnitt. Der Gottesdienst am Sonntag stand so auch ganz im Zeichen dieser Partnerschaft. Vikar Siegfried Huber betonte, dass man die Pfarrei San Ignacio in Junin wohlwollend unterstütze. Es bestehen große Ungleichgewichte in der Welt, und wo die Armut mit am größten sei, dürfe man nicht die Augen verschließen. Der Perukreis Dinkelberg engagiere sich hier vorbildlich. Aber es darf nicht nur ein Finanztransfer in der Partnerschaft sein, man müsse aber auch stets auf Augenhöhe bleiben, füreinander da sein, so Huber. Unterstützung der Schulküchen Vorsitzender Günter Schmidt zeigte anhand von Bildern, wie die Menschen in Junin leben. In der Tat, die Leute dort sind arm, es fehlt vieles. Der Perukreis unterstützt hier unter anderem einige Küchen, wo 150 Kinder täglich eine warme Mahlzeit erhalten. Das sind pro Kind umgerechnet drei Euro im Monat, für hiesige Verhältnisse nicht vorstellbar. Ein weiteres Projekt ist eine gebaute Schule in kirchlicher Trägerschaft der Karmelitenschwestern. Das Schulgeld für Privatschulen können sich nur ganz wenige Familien leisten. In staatlichen Schulen ist die Bildung nicht ausreichend. Man unterstützt die Schule mit einem Zuschuss für die Bezahlung der Lehrergehälter. Das Schulgeld beträgt 60 Soles, das sind etwa 15 Euro pro Monat. So vermittelt der Perukreis Dinkelberg auch Schulpatenschaften für Kinder aus sozialschwachen Verhältnissen. Die Unterstützung Bedürftiger und Alleinstehender gehört ebenfalls zur Aktion, denn dort gibt es keine Rente. Bei der Weihnachtsaktion konnten 780 Kinder mit einem Präsent bedacht werden. In Karsauer Narrenmarkt unterhält der Perukreis eine "Fischbeiz", mit dem Erlös für Junin. Die Seelsorgeeinheit Dinkelberg bittet aber auch weiterhin um Unterstützung für die Menschen in Peru und der Partnergemeinde Junin. Der Perukreis ist eingebunden in die diözesane Partnerschaft der Erzdiözese mit der katholischen Kirche von Peru und richtet vollumfänglich sich nach den dafür erarbeiteten Richtlinien Kontakt: Perukreis Dinkelberg, Tel. 07623/ 5480, St. Michael-karsau@t-online.de Günter Schmidt,Tel. 07623/ 50161 Guenterschmidtkarsau@t-online.de
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